Gemeinsam Zukunft gestalten

Unser Schulprogramm

Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Wachstum und Selbstverwirklichung. Wir schaffen gemeinsam gute Bedingungen, in denen junge Menschen mit Unterstützung ihre eigenen Wege gehen.

Fordern und Fördern

Jede Schülerin und jeder Schüler hat eigene Stärken und manchmal auch Schwächen. Darauf reagieren wir mit individueller Förderung im Unterricht. Unser Konzept der Förderung und Herausforderung der Schülerinnen und Schüler, das wir wesentlich im Bereich der Ergänzungsstunden und Arbeitsgemeinschaften umsetzen, umfasst nahezu alle Felder des schulischen Lernens. Wir wollen Schwächen kompensieren und Stärken ausbauen; das ermöglichen wir auch in der Gemeinschaft verschiedener Jahrgangsstufen.

Beraten und Begleiten

Unser Beratungsangebot an Schüler und Eltern setzt bereits viele Monate vor der Anmeldung am Gymnasium Canisianum ein. Wir wollen in der oft nicht einfachen Übergangssituation zu einer weiterführenden Schule professionell beraten und individuell begleiten. Mit dem ersten Schultag dürfen sich unsere Schülerinnen und Schüler auf unser Konzept der Beratung und Begleitung verlassen. Wir beraten nicht nur in allen Fragen der schulischen Laufbahn oder der Studien-und Berufswahlorientierung. Mit einem Beratungsteam, dem ein Schulsozialarbeiter und spezielle ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer angehören, bieten wir Hilfe in schulischen und persönlichen Problemlagen. Beratung und Begleitung gehört am Canisianum zum pädagogischen Grundprinzip aller Kolleginnen und Kollegen.

Leben und Lernen

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen grundlegende Fähigkeiten zur Bewältigung der Herausforderungen ihres Lebens erwerben. Durch einen möglichst vollständigen und möglichst guten Unterricht vermitteln wir qualifiziertes fachliches Wissen. Unser Ansatz der ganzheitlichen Bildung schließt ausdrücklich die sportliche und ästhetische Erziehung mit ein. Als Gymnasium mit einer christlichen Wertausrichtung eröffnen wir unseren Schülern ebenso religiöse Erfahrungswelten. Wir vermitteln ihnen auf diese Weise individuelle und soziale Orientierungsmaßstäbe. Den Herausforderungen der digitalen Welt begegnen wir mit einem differenzierten schulischen Medienkonzept.

Bernhard Hürfeld (Schulgründer)

Unsere Geschichte

Die Anfänge des Canisianums reichen bis in das Jahr 1925 als Pfarrer Bernhard Hürfeld ein Schülerheim gründete, in dem die Schüler der Landwirtschaftsschule Lüdinghausen untergebracht wurden. Ab 1933 wurde zusätzlich zum Internatsbetrieb ein Lehrbetrieb zur Vorbereitung auf das Abitur aufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt nahm der Druck auf Pfarrer Bernhard Hürfeld und das Internat zu, so dass es nach mehreren Schließungsverfügungen im Sommer 1943 geschlossen wurde. Bernhard Hürfeld wurde anschließend mit weiteren vier Lehrern verhaftet und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.

Nach drei Jahren Inhaftierung im Pfarrerblock des Konzentrationslagers kam Hürfeld zurück nach Lüdinghausen und bemühte sich sofort um eine Wiederaufnahme des Lehrbetriebs. So konnte das Canisianum im November 1945 als erste Höhere Schule in Nordrhein-Westfalen den Lehrbetrieb als Privatschule wieder aufnehmen. Zunächst erfolgte der Unterricht in Notbaracken, die 1967 durch einen Neubau ersetzt wurden. Der zum Canisianum gehörende Internatsbetrieb wurde 1977 geschlossen. Mittlerweile hat sich die Schule anderen Konfessionen geöffnet, bekennt sich aber weiter zu ihrem christlichen Leitbild. 1987 drehte Heinrich Breloer das Dokudrama „Eine geschlossene Gesellschaft“ über seine Zeit im Internat.

Der Patron der Schule ist Petrus Canisius.