Unser Ziel

Das Ziel unseres Medienkonzeptes ist es, Lernen mit Medien systematisch in Lernprozesse zu integrieren. Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben so Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um den Herausforderungen in ihrer Umwelt gerecht zu werden, in der digitale Medien einen immer größeren Stellenwert haben. Das Medienkonzept am Canisianum ist nicht statisch und nicht „in Stein gemeißelt“. Wir verstehen unser Medienkonzept als Prozess, in dem die unterschiedlichen Akteure unserer Schulgemeinde zusammenwirken und Unterrichts- und Schulentwicklung gestalten.

Digitale Medien im Fachunterricht

Die informatische Bildung der Schülerinnen und Schüler ist Aufgabe eines jeden Faches und aller Kolleginnen und Kollegen. Mit diesem programmatischen Satzes verändert sich das Lernen in jedem einzelnen Fach. Der umfassende und planvolle Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht erfordert neue didaktische und methodische Entscheidungen. Die Kolleginnen und Kollegen aller Fächer haben am 4. November 2019 im Rahmen eines Studientages die neuen Kernlehrpläne für den Bildungsgang G9 in schulinterne Curricula umgesetzt. Dabei wurden auch die Beiträge der einzelnen Fächer für die umfassende informatische Bildung definiert.

Neben der informatischen Bildung in den einzelnen Fächern hat die Schulkonferenz bereits im Schuljahr 2018/19 beschlossen, für die informatische Bildung zusätzliche Stunden bereitzustellen. Dies geschieht im naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld, indem wir neben dem Fachunterricht in Biologie, Chemie und Physik auch für die informatische Bildung drei besonders ausgewiesene Stunden im Verlauf der Sekundarstufe I vorsehen.

Wir haben entschieden, dass wir mit den Anwendungen des „Office-Paketes“ arbeiten wollen, also vor allem mit den Programmen Word, Powerpoint und Excel. Daneben werden fachspezifisch sehr unterschiedliche Programme und Anwendungen zum Einsatz kommen, worüber die einzelnen Fachkonferenzen entscheiden müssen.

Für die Aufgaben der informatorischen Bildung ist die systematische Fortbildung der Kollegen und Kolleginnen in Planung.

Der „Medienführerschein“

Gerade weil die Förderung der Medienkompetenz Aufgabe aller Fächer ist, wollen wir für unsere Schülerinnen und Schüler aber auch für die Eltern Transparenz schaffen, wie weit der Kompetenzerwerb der einzelnen Schüler fortgeschritten ist. Dazu kann der Medienpass NRW in Papierform bis zum Ende der Orientierungsstufe und in digitaler Form bis zum Ende der Sekundarstufe I eingesetzt werden. Ob wir mit diesem Instrument oder einer Alternative arbeiten wollen, entscheiden die Gremien der Schule im Schuljahr 2019/20.

Umgang mit Gefahren und Grenzen

Die kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen und Gefahren der digitalen Medien ist für uns ein wichtiger Teil des Medienkonzepts. Aus Unkenntnis oder Leichtsinn bei der Nutzung der sozialen Netzwerke durch unsere Schülerinnen und Schüler können sehr schnell schwierige Situationen entstehen. Wir sehen es als sehr wichtige Aufgabe an, bereits frühzeitig präventive Maßnahmen einzurichten. So beginnen wir bereits unmittelbar nach dem Übergang zum Canisianum mit Schulungen zum Umgang mit sozialen Netzwerken. Dazu greifen wir auch auf externen Sachverstand zurück. Die Chancen und Risiken der Nutzung sozialer Netzwerke bleiben regelmäßiger Unterrichtsgegenstand verschiedener Fächer.

Wir bilden ältere Schülerinnen und Schüler als „Medien-Scouts“ aus, damit sie ihren jüngeren Mitschülern in der digitalen Welt zur Seite stehen können. Dies ist ein Teilbereich unseres Programmes „Schüler helfen Schülern“.

Auch den Eltern bieten wir in Abendveranstaltungen an, sich mit dem angemessenen Nutzungsverhalten ihrer Kinder in den sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen. Gerade diesen Bereich der „Elternschule“ wollen wir stärker ausbauen.

Fortentwicklung der technischen Ausstattung

Bereits im Jahr 2015 hat das Gymnasium Canisianum einen Medienentwicklungsplan aufgestellt, der besonders die technischen Voraussetzungen der informatischen Bildung festlegt. Dieser Medienentwicklungsplan sieht drei Stufen vor.

1. Präsentation und Vernetzung

Auf der Grundlage dieses Planes haben wir alle Unterrichtsräume mit Präsentationsmedien ausgestattet: Beamer, Laptop, Dokumentenkamera. In zwei Unterrichtsräumen sind alternativ interaktive Whiteboards installiert. Die Schule ist an das Glasfasernetz angeschlossen, und die einzelnen Räume sind mit einem Server vernetzt. Ein externes Unternehmen aus der Region hat als pädagogisches Netzwerk

„schooladmin“ installiert und übernimmt die Administration und den Support.

2. Nutzung digitaler Medien durch Schüler im Unterricht

Als digitale Endgeräte für den Einsatz in den jeweiligen Lerngruppen verwenden wir iPads. Die Medienberatung des Kreises Coesfeld empfiehlt den Einsatz dieser Geräte, und wir folgen dieser Empfehlung. Ab Mitte November 2019 kommt ein erster Klassensatz auf einem entsprechenden Rollwagen zum Einsatz.

Im Schuljahr 2019/20 werden wir weitere Einheiten dieser iPad-Wagen anschaffen, so dass jede Ebene unserer Unterrichtsgebäude damit versorgt ist. Wir prüfen zurzeit, ob wir aus dem „Digitalpakt“ auch alle Unterrichtsräume mit einem entsprechenden Lehrerarbeitsplatz ausstatten können und ob wir weitere interaktive Whiteboards einsetzen wollen. Als nächste größere Maßnahme werden wir einen umfassenden WLAN-Zugang einrichten.

3. Perspektiven

Wir ziehen externen Sachverstand hinzu um zu einer erweiterten Nutzung unserer digitalen Medien zu gelangen. Wir wollen den digitalen Austausch von Materialien und Aufgaben im Kollegium organisieren, Informationswege zu Eltern, Schülern und Kollegen digital gestalten (z.B. digitale Anmeldung zum Elternsprechtag), Speicherung von Schülerarbeiten und manches mehr. Besonders nehmen wir in diesem Zusammenhang die Datensicherheit in den Blick. So haben wir jetzt nach entsprechender Prüfung auch eine Lösung für die Nutzung von Office 365 am Canisianum finden können. Der Einsatz dieses Programmpakets soll noch im November 2019 möglich werden.